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Leitbild

Präambel

1946 erhielt der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg den Auftrag, eine Einrichtung
für junge Menschen zu gründen, die durch die Folgen des Krieges in Not geraten
waren. Das Christophorus Jugendwerk entstand als Heim für männliche Jugendliche.
Seit der Gründung sind zwei Grundaussagen des christlichen Glaubens Leitlinien
unserer Arbeit:

Jeder Mensch ist einzigartig.

Die Liebe Gottes manifestiert sich nach dem
Handeln und der Botschaft Jesu primär in der
Solidarität mit den Bedürftigen.

Sich verändernde gesellschaftliche Bedingungen führen zu neuen Erscheinungsformen menschlicher Notlagen.
Unsere Antwort darauf ist die bewusste Entscheidung für die Arbeit mit den besonders gefährdeten, problembeladenen und schwierigen Jugendlichen. Sie stehen oft ohne hoffnungsvolle Perspektive am Rande der Gesellschaft.
Solidarität mit den sozial benachteiligten jungen Menschen heißt für uns sie nicht nur zu unterstützen, sondern sie auch dort zu vertreten, wo ihre Stimme nicht gehört wird. Diese Unterstützung geschieht in Form von anwaltschaftlichem Handeln im Einzelfall und auf der politischen Ebene, mit dem Ziel der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für uns bedeuten beide Aspekte eine ständige Herausforderung, immer wieder neue Wege auszuprobieren und unsere Konzepte sowie unsere Qualität weiter zu entwickeln.
Aufgrund der individuellen Ausgangslage erarbeiten wir für jeden Einzelnen ein differenziertes pädagogisches Bildungs- und Hilfeangebot. Wir verstehen uns als soziale Bildungseinrichtung, die soziales, schulisches und berufliches Lernen interdisziplinär verbindet. Bildung entsteht durch Lernen in einem gestalteten Alltag. Mit unseren Bildungs- und Hilfeangeboten sprechen wir die kognitiven, emotionalen, körperlichen und spirituellen Bedürfnisse des jungen Menschen an.

Dies heißt unter anderem,

• ein umfassendes Bildungs- und Hilfeangebot bereitzustellen,
• Beteiligung als Grundrecht zu gewährleisten,
• eine handelnde Pädagogik einzusetzen,
• projektbezogenes Lernen zu ermöglichen,
• die Fähigkeit zur Übernahme von Selbstverantwortung zu fördern,
• das Selbsthilfepotential des Jugendlichen weiterzuentwickeln,
• den Schutz vor Missbrauch und Misshandlung zu gewährleisten,
• auf Gesundheit und Wohlbefinden zu achten.

Diese Aufgaben stellen einen hohen Anspruch an die Flexibilität des Trägers und der
Mitarbeitenden. Deshalb ist es erforderlich immer wieder Strukturen zu schaffen, die
sich den verändernden Anforderungen anpassen.


Der Kern unserer Haltung

Die Lebensabschnitte der Kindheit und des Jugendalters sind gekennzeichnet durch bedeutsame Veränderungen im körperlichen und seelischen Bereich. Sie sind geprägt von zunehmender Ablösung von bisher gültigen Strukturen und Werten zu einer selbständigen Lebensführung. Die Reifung bewegt sich im Spannungsfeld von Orientierung an Vorbildern, bis hin zum Eingebundensein in Strukturen, der Bewältigung von Konflikten sowie dem Erwachen eines kritischen Bewusstseins.
In diese Lebensphasen fallen unter anderem

• der Erwerb von wesentlichen Fähigkeiten, z.B. realistische Selbsteinschätzung, Selbständigkeit, usw.,
• Lernen von selbstverantwortlichem Handeln und Übernahme von Eigenverantwortung,
• schulische und berufliche Orientierung.



Das komplette Leitbild finden Sie hier als PDF-Download [857 KB]